| Axel Conrad |
"Die Ausbreitung des elektronischen Handels über Internet [...] kann zu Nichtbesteuerung und damit angesichts des erwarteten explosiven Wachstums des Internet-Handels zu schweren Haushaltseinbrüchen und Wettbewerbsverzerrungen führen."
Bundesministerium der Finanzen, April 1998 [Auszug aus dem internen Arbeitspapier "Sicherstellung und Kontrolle der Besteuerung im elektronischen Handel über Internet", IV C 9 - S 75000 - 61/98.]
Die Besteuerung des Internets ist – wie schon von
dem BmF erkannt – ein genau so hochaktuelles wie schwerwiegendes Problem
und soll in dieser Arbeit analysiert und diskutiert werden. Das Augenmerk
wird sich dabei vornehmlich auf die Rechtslage in Deutschland und in dem
Vereinigten Königreich richten, denn in diesen Ländern findet
mit einem Anteil von 55 % der Löwenanteil des Internet-Handels in
der EU statt. [Deutschland war 1998 mir einem Anteil von 30 %, gefolgt
von dem Vereinigten Königreich mit 25 %, europäischer Spitzenreiter,
vgl. Inland Revenue, Box 1.2, http://
Die Arbeit gliedert sich wie folgt: Im nächsten Kapitel wird, um eine ungefähre Vorstellung von dem betroffenen Steuervolumen zu vermitteln, kurz auf den wirtschaftlichen Umfang von Internet-Geschäften eingegangen. Hiernach folgt ebenfalls in Kapitel II. ein Überblick über den derzeitigen internationalen Diskussionsstand. Die Funktionsweise des Internets und des darin stattfindenden Handels wird als Grundlage für die rechtliche Würdigung in Kapitel III. beschrieben. Gegenstand der sich daran anschließenden Kapitel ist die Behandlung folgender Fragen:
Nachdem in Kapitel VII. kurz auf sonstige Steuern und Zölle eingegangen wird, werden in Kapitel VIII. die Internet-bedingten Probleme und Lösungsvorschläge für eine Besteuerung vorgestellt. Ein Fazit schließt die Arbeit ab. (Kapitel IX.)
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